"Umweltausschuss - Energiebericht" des Landkreises Dillingen a.d.Donau

Als Erfolgsstory bezeichnete Landrat Leo Schrell bei der Sitzung des Umweltausschusses das 2007 für das Landratsamt und die Kreiseinrichtungen eingerichtete Gebäudeenergiemanagement. „Die Maßnahmen, die wir im Rahmen des Gebäudesanierungskonzeptes nach und nach umgesetzt haben, zeigen Wirkung und zahlen sich in beachtlichen Einsparungen, sowohl in monetärer Hinsicht als auch beim CO2-Ausstoß aus“, betonte der Landrat.



Alexander Herrle von der Hochbauverwaltung des Landkreises stellte den Mitgliedern des Ausschusses den Energiebericht 2011 im Detail vor. Danach konnte der jährliche Verbrauch an Wärme, Strom und Wasser im Jahr 2011 gegenüber den durchschnittlichen Verbräuchen des Referenzzeitraums (2003 bis 2005) um satte 135.000 € gesenkt werden. 2011 entfielen 61 % aller Energiekosten beim Landkreis auf die Wärmeversorgung, rund 32 % auf die Stromversorgung und lediglich 7 % auf die Wasserversorgung. Der Verbrauch konnte im vergangenen Jahr im Bereich der Wärmeversorgung um 9,28 %, im Bereich der Stromversorgung um 3,04 % und bei der Wasserversorgung um 6 % gesenkt werden. Bei den beiden Kreiskliniken beträgt die jährliche Einsparung aufgrund der Umstellung der Wärmeversorgung auf regenerative Energien und durch die Nutzung moderner Technik weitere rund 130.000 €.

„Seit 2007 arbeiten wir beständig und erfolgreich an einem energieeffizienten Betrieb unserer Kreiseinrichtungen“, zog der Landrat ein positives Fazit des Energieberichts. Dafür verantwortlich sei nach Aussage Schrells ein in sich schlüssiges Konzept, das der kurzfristigen Umsetzung von Maßnahmen mit einer kurzen Amortisationszeit Priorität einräume.

So seien in den letzten Jahren vorrangig Verbesserungen bei der Haustechnik realisiert worden. Dazu zählen neben der Umstellung der Heizungsanlagen der Kreiseinrichtungen auf regenerative Energien auch die Erneuerung der Lüftungsanlagen sowie die Modernisierung von Beleuchtungsanlagen unter Einsatz von Bewegungsmeldern und Helligkeitssensoren. Daneben würden Dämmmaßnahmen an Gebäuden, ein auf die Energieeinsparung geschultes Nutzerverhalten und der Einsatz moderner Technik zur Überwachung der Verbrauchszahlen wesentlich zu den Einsparungen beitragen. Seit 2007 konnten die CO2-Emissionen so um insgesamt 35,3 % (1.642 to) gesenkt werden. Das entspricht den Emissionen von 182 EFH.

Der Landrat kündigte an, die Umsetzung weiterer Maßnahmen, die das Konzept des kommunalen Energiemanagements des Landkreises vorsehe, vorantreiben und auch im nächsten Haushaltsjahr sinnvolle und energiesparende Investitionen in Angriff zu nehmen. Dazu zählen der Einbau einer Wärmerückgewinnungsanlage in der Turnhalle und den Nebengebäuden der Realschule Wertingen, der hydraulische Abgleich der Heizung im Altbau des Albertus-Gymnasiums in Lauingen sowie die Erneuerung der Wasser- und Lüftungstechnik  in der Schwimmhalle Lauingen.